Zeitarbeit: Weg zu einem neuen Job

erschienen in: Oberlausitzer Kurier vom 26. August 2003

Zeitarbeit. Für manche ein Albtraum. Für viele aber eine Chance, wieder auf dem Arbeitsmarkt unterzukommen. Zeitarbeit. Das heißt nicht zwangsläufig: jeden Tag ein anderer Chef, wenig Lohn und ständige Unsicherheit. Es kann auch heißen: Zurück an einen sicheren Arbeitsplatz.
Im Arbeitsamtsbezirk Bautzen gibt es mittlerweile 32 Zeitarbeitsfirmen. Deren Arbeiter sind begehrt – besonders in Saisonzeiten. "Sinn der Zeitarbeit ist es, Auftragsspitzen sowie Krankheiten und Schwangerschaften zu überbrücken", sagt Stephan Härtel vom IC TEAM Bautzen, einer der größten Zeitarbeitsfirmen der Region. Soll heißen: Unternehmen stellen in guten Zeiten nicht zusätzlich Personal ein, das sie in schlechten Zeiten wieder entlassen müssten, sondern leihen sich Arbeiter für einen gewissen Zeitraum. Die Leiharbeiter wiederum sind bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt und erhalten von der ihren Lohn.
Bis auf die Bauhauptbranche können alle Dienstleister und Industriellen auf Zeitarbeit zurückgreifen. „Bei uns geht das vom Helfer bis zum Konstrukteur, vom Kellner bis zum Elektriker", sagt Stephan Härtel. Wichtig sei, dass Bewerber geforderten Profilen entsprechen. Es sei daher sinnvoll, bei der Zeitarbeitsfirma ein Bewerberprofil auszufüllen. „Wenn es Sinn macht, stellen wir die Frau oder den Mann ein", so Härtel.PSA als Variante
Eine relativ neue Form der Zeitarbeitsfirma ist die mit dem Hartz-Konzept eingeführte Personal Service Agentur (PSA), von denen das IC TEAM vor kurzem eine in Görlitz eingerichtet hat. Diese Agenturen funktionieren so: Ein Arbeitnehmer wird für einen gewissen Zeitraum von der PSA eingestellt. Die PSA erhält dafür Zuschüsse vom Staat, die mit steigender Beschäftigungsdauer langsam auf 0 gefahren werden...

 

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