Gerhard Schöne als Religionslehrer in Gaußig

erschienen in: Wochenkurier vom 18. November 2004

Der bekannte Liedermacher Gerhard Schöne tritt am 26. November in Gaußig auf – und gibt an der evangelischen Mittelschule Unterricht

Liedermacher Gerhard Schöne kommt am 26. November nach Gaußig, um zu singen. Das allein ist eine schöne Geschichte und ein Advent- Auftakt nach Maß für Freunde seiner Musik. Die noch bessere Geschichte steckt hinter der Nachricht, das der Liedermacher kommt.
Gerhard Schöne reist nach Gaußig nämlich nicht nur für ein öffentliches Konzert abends in der evangelischen Kirche des Ortes. Am Vormittag des selben Tages wird er in der Sporthalle Gaußig für Kindergarten- und Grundschulkinder aus Einrichtungen im Landkreis Bautzen singen, die eingeladen werden. Und an der Evangelischen Mittelschule tritt der Liedermacher als Religionslehrer in Aktion. Dabei möchte Gerhard Schöne Schülern der 7. Klassen aus seinem aufregenden Leben erzählen und seine Beziehung zu Gott und zu seinem Glauben darstellen. Das sei sein Wunsch gewesen, sagte Schulleiterin Antje Löpelt. Schon jetzt bereiten sich Schüler und Lehrer auf seinen Besuch vor, beschäftigen sich mit seinen Liedern, seinen Texten und mit dem Menschen Schöne. Die Band und der Chor der Mittelschule werden gemeinsam mit dem Liedermacher proben und im öffentlichen Konzert mit ihm musizieren. Geplant ist, dass sie zwei gemeinsame Titel spielen. Die Einnahmen aus dem Abend in der Kirche kommen nahezu komplett der Schule zugute und das wiederum hängt mit dem IC TEAM zusammen. Das Bautzener Personaldienstleistungsunternehmen ist seit 2003 Partner der Evangelischen Schule in Gaußig. Die Idee, das Schöne in Gaußig singt und unterrichtet, wurde hier geboren und geht auf eine Arbeit des Bautzener Betriebes für den Liedermacher sowie den Gedanken zurück, dass Gerhard Schöne sich dafür auch mit einem Engagement in Gaußig revanchieren könnte. Einem Konzert, das der dortigen Schule nutzt.
„Gerhard Schöne fand das gut“ erklärte Stephan Härtel vom IC TEAM. Das in dem Bautzener Unternehmen solche Ideen entwickelt werden, rührt von dem hohen Anspruch her, der Grundlage ist für die Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieb. „Wir geben in die Schule kein Bargeld und sagen: Macht mal! Wir geben Hilfe zur Selbsthilfe, um die Lehr- und Lernbedingungen zu verbessern, und das bewährt sich“, sagte Stephan Härtel. So unterstützen die Bautzener ausgewählte Schüler mit einem Stipendium, helfen bei Renovierungsarbeiten in der Schule, sind Netzwerkbetreuer oder bieten Praktikumsplätze an. Die Schulleiterin: „Viele unsere Schüler haben in Mitarbeitern des Betriebes schon Vertraute.“

 

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